Insgesamt neun Städte und Gemeinden gibt es im Kreis Herford mit seinen rd. 254.000 Einwohnern (Stand 2024). Der abwehrende Brandschutz wird in allen Kommunen durch Freiwillige Feuerwehren sichergestellt. Nur in der Kreisstadt Herford sowie den Städten Bünde und Löhne gibt es Feuer- und Rettungswachen mit hauptamtlichem Personal.
Zur Unterstützung der Feuerwehren vor Ort unterhält der Kreis Herford eine Feuerwehrzentrale, die sich an der Meier-, Ecke Königsberger Straße in Hiddenhausen-Eilshausen, im Herzen des Kreisgebietes, befindet. Hier wird modernes Gerät, darunter zahlreiche Sonderfahrzeuge und Abrollbehälter (AB), vorgehalten. Die Einrichtung versteht sich als Dienstleister, den die örtlichen Feuerwehren bei Bedarf anfordern können.
Zur Feuerwehrzentrale zählen weiterhin Schlauchwerkstatt, Atemschutzwerkstatt und Vorhaltende Stelle (früher Funkwerkstatt). Feuerwehrgeräte, wie Sprungretter, Hebekissen und Leitern, werden zudem hier überprüft. Die Einrichtung verfügt daneben über Pumpen- und Bremsenprüfstand. Eine Kraftfahrzeugwerkstatt gibt es allerdings nicht mehr. Im Jahr 2002 fasste der Kreis Herford den Entschluss, diesen Bereich aus Kostengründen zu schließen.
Das Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale und Kreisleitstelle an der Meierstraße/Königsberger Straße in Hiddenhausen-Eilshausen.
Sechs hauptamtliche Mitarbeiter sind an der Kreisfeuerwehrzentrale beschäftigt. Zudem gibt es eine Rufbereitschaft, zu der 16 Ehrenamtliche des benachbarten Löschzugs Hiddenhausen-Eilshausen zählen (Stand 2025). Die Kräfte der sogenannten Schnelleinsatzgruppe (SEG) rücken außerhalb der normalen Arbeitszeit mit den Sonderfahrzeugen aus oder sie springen ein, um frische Schläuche und Atemschutzgeräte herauszugeben. Auf diese Weise werden die Personalkosten für die Einrichtung relativ gering gehalten.
An der Feuerwehrzentrale findet zudem die zentrale Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute aus dem Wittekindskreis statt. Insgesamt 1.594 Feuerwehrleute gibt es im Kreis Herford. Der Großteil des Personals ist ehrenamtlich tätig – lediglich 168 Mitarbeitende sind hauptberuflich beschäftigt (Stand 2024).
Eingangsbereich
Fahrzeughallen für die Sonderfahrzeuge und Abrollbehälter (AB).
Anbau aus dem Jahr 2025 mit zusätzlichen Fahrzeugstellplätzen, Büros und den Atemschutz-Übungsanlagen.