Die Anfänge der Kreisfeuerwehrzentrale reichen bis Mitte der 1960er Jahre zurück. Seinerzeit erwarb der Kreis Herford das 6.300 Quadratmeter große Areal an der Meier-, Ecke Königsberger Straße zu einem Quadratmeterpreis von 15 DM und errichtete darauf die Feuerwehrzentrale mit Werkstätten, Schulungsräumen und Fahrzeughalle sowie einem Wohnhaus mit vier Behördenwohnungen für die Angestellten. Die Kosten dafür beliefen sich schon damals auf 1,5 Millionen DM. Im Jahr 1968 nahm die Kreisfeuerwehrzentrale schließlich den Betrieb auf.
Herbert Nentwig (Kfz-Werkstatt), Gerd Morche (Funkwerkstatt), Adolf Ziemens und Günter Hanke (Schlauchwerkstatt) zählten zur Mannschaft der ersten Stunde. Zu den ersten Sonderfahrzeugen, die an der Feuerwehrzentrale stationiert wurden, gehörte eine Drehleiter 23/12 (DL 23/12). Die hatte der Kreis bereits 1966 angeschafft und zunächst in Bünde stationiert. Den Mercedes-Rundhauber (Typ 1113) mit Staffelkabine und Metz-Leiterpark gibt es noch heute. Er gehört jetzt zum Fuhrpark des Feuerwehrmuseums Kirchlengern-Quernheim in Häver.
Die Kreisfeuerwehrzentrale kurz nach der Fertigstellung im Jahr 1968.
Im Verlaufe der letzten Jahre wurde die Feuerwehrzentrale umfassend modernisiert und erweitert, um den Herausforderungen der Zeit weiterhin gewachsen zu sein. 2011/2012 realisierte der Kreis Herford zunächst für 6,4 Millionen Euro ein neues Leitstellengebäude und neue Fahrzeughallen für die Sonderfahrzeuge. Doch schon damals war klar, dass weitere Investitionen nötig sein werden. So folgte in zweieinhalbjähriger Bauzeit die Sanierung und Erweiterung der Einrichtung, die im Oktober 2025 abgeschlossen wurde. Für knapp 6,7 Millionen Euro entstanden weitere Fahrzeugstellplätze und Büros, moderne Werkstätten, eine neue Atemschutzübungsanlage für das Belastungstraining der Atemschutzgeräteträger und eine Atemschutzübungswohnung, die taktische Übungen mit Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen) ermöglicht. Die nutzbare Fläche erhöhte sich so um 1.500 Quadratmeter.
Fahrzeugpark in den 1980er Jahren mit (in der Bildmitte v.l.) Rüstwagen 2, Tanklöschfahrzeug 24/50 und Drehleiter 23/12.
Die Drehleiter 23/12 (Mercedes-Benz 1113, Aufbau Metz, Baujahr 1966)
gehörte zu den ersten Fahrzeugen, die der Kreis Herford beschaffte.
Sie zählt heute zum Bestand des Feuerwehrmuseums in Kirchlengern-Häver.